Was ist ein Fernstudium?

Unter Fernstudium versteht man allgemein ein nicht-präsenzpflichtiges Studium, das der Studierende beispielsweise zu Hause oder an einem beliebigen anderen Ort betreiben kann. Fernstudium und Fernunterricht werden in der Regel als Synonyme verwendet. Diese Unterrichtsform ermöglicht eine Weiterbildung neben dem Job, die nicht an feste Unterrichtszeiten gebunden ist. Und genau darum soll es hier gehen.

http://www.dreamstime.com/stock-photos-smiling-college-student-image22956793Das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) zum Schutz der Teilnehmer am Fernunterricht trat zum Jahresbeginn 1977 in Kraft und wurde zuletzt am 9. November 2011 geändert. Mit dem FernUSG liefert der Gesetzgeber eine Definition für Fernunterricht und regelt alle damit zusammenhängenden vertraglichen Rechte und Pflichten zwischen Bildungsträgern auf der einen und Studierenden auf der anderen Seite. Die inhaltliche Ausgestaltung fällt dabei in die Zuständigkeit der Länder, die zu diesem Zweck am 16. Februar 1978 einen Staatsvertrag über das Fernunterrichtswesen geschlossen haben.

Das Fernunterrichtsschutzgesetz definiert Fernunterricht als vertraglich begründete Vermittlung von Wissensinhalten zwischen räumlich überwiegend getrennten Lehrenden und Lernenden. Das schließt allerdings nicht aus, dass Fernstudiengänge auch Präsenzseminare umfassen können. Die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten erfolgt entgeltlich. Dabei muss sichergestellt sein, dass der Bildungsträger organisatorisch in der Lage ist, den Lernerfolg laufend zu überwachen. Diese Merkmale treffen sowohl auf den klassischen Fernunterricht zu als auch auf online-gestützte Lernverfahren, die heute unter dem Begriff E-Learning geläufig sind.

Neben der überwiegend räumlichen Trennung zwischen Lehrkörpern und Lernenden zählt es zu den bestimmenden Merkmalen des Fernunterrichts, dass sich der Lernende den Lehrstoff in freier Zeiteinteilung flexibel aneignen kann. Diese Individualität ist ansonsten nur beim Selbststudium möglich. Durch die pädagogische Begleitung und Überprüfung des Lernfortschritts durch Dritte unterscheidet sich das Fernstudium jedoch von rein autodidaktischen Lernkonzepten, die etwa in Selbstlernprogrammen realisiert werden.

Im Fernunterrichtsschutzgesetz ist ferner geregelt, dass alle Fernlehrgänge einer Zulassung bedürfen. Das betrifft sowohl den Fernunterricht als auch das Fernstudium an einer privaten oder öffentlich-rechtlichen Fern- oder Präsenzhochschule. Zuständig für die Zulassung ist die ZFU, die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht mit Sitz in Köln. Die Zulassungsprüfungen schließen sowohl die didaktischen Konzepte als auch den Praxisbezug ein. Das bedeutet, dass die ZFU überprüft, ob sich das vom Anbieter definierte Lernziel des Fernlehrgangs grundsätzlich erreichen lässt. Alle Anbieter von Fernunterrichtslehrgängen müssen sich diesem Zulassungsverfahren unterziehen, bevor sie Lehrgänge anbieten und durchführen können. Weitere getroffene Regelungen, die dem Verbraucherschutz dienen, sind ein 14-tägiges Rücktrittsrecht von Verträgen, ein dreimonatiges Kündigungsrecht nach Ablauf des ersten Halbjahres sowie die Garantie, dass die Studiengebühren während der gesamten Dauer des Fernlehrgangs auf dem gleichen Niveau bleiben.

 

Überblick:

Wer sind Fernstudierende?

Funktionsweise der Lernmethode

Zahlen und Fakten

Historischer Rückblick

Vorteile des Fernlernens

Potenzielle Nachteile

Maßnahmen der Qualitätssicherung

Fernlehrgang Immobilienmanagement an der DAM

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