Qualitätssicherung

Wer sich für Fernunterricht entscheidet, muss auf die hohe Qualität des Bildungsanbieters vertrauen können. Nachfolgend stellen wir Ihnen zwei Qualitätsmerkmale vor.

 

ZFU: Die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht in Köln

Die Errichtung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht erfolgte auf der Grundlage des Staatsvertrags für das Fernunterrichtswesen vom 16. Februar 1978. Zuletzt wurde der Staatsvertrag infolge der deutschen Wiedervereinigung am 4. Dezember 1991 geändert. Die ZFU hat ihren Sitz in Köln und ist für die Zulassung von zulassungspflichtigen Fernlehrgängen zuständig. Alle Fernlehrgänge, die unter das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) fallen, dürfen ohne Genehmigung der ZFU nicht betrieben werden.

Die ZFU überprüft alle drei Jahre, ob bei bereits zugelassenen Fernlehrgängen die Voraussetzungen für die Zulassung noch gegeben sind. Unabhängig von diesen turnusmäßigen Überprüfungen bedürfen wesentliche Änderungen bei zulassungspflichtigen Fernlehrgängen einer erneuten Überprüfung.

Fernlehrgänge, die ausschließlich der Freizeitgestaltung dienen, bedürfen zwar keiner Zulassung, werden aber dennoch von der ZFU registriert. Die ZFU entscheidet darüber, ob es sich dabei nur um sogenannte Hobby-Lehrgänge handelt. Auch wenn Lehrgänge dieses Typs keiner Zulassung bedürfen, so unterliegen die Verträge dennoch dem Fernunterrichtschutzgesetz (FernUSG) und der Überprüfung durch die ZFU.

Die ZFU veröffentlicht zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung einen Ratgeber, der Informationen für Interessenten enthält. Des Weiteren gibt die ZFU einmal im Jahr ein Mitteilungsblatt heraus, in dem alle zugelassenen Fernlehrgänge, registrierte nichtzulassungspflichtige Hobby-Lehrgänge sowie alle Fernlehrinstitute verzeichnet sind.

Zu den weiteren Aufgaben der ZFU gehören die Auskunftserteilung über Fernlehrgänge sowie die Beratung der Länder bei der allen Fragen bezüglich des Fernunterrichts. Im Falle von Verstößen gegen das FernUSG ist die Behörde befugt, Bußgelder zu verhängen.

 

ISO 29990: Qualitätsmanagementnorm für Bildungsträger

Die im September 2010 veröffentlichte ISO-Norm 29990 regelt die Anforderungen an Dienstleister, die im Bereich der Aus- und Weiterbildung tätig sind. Seit Dezember 2010 finden diese Anforderungen auch in die DIN-ISO 29990 „Lerndienstleistungen für die Aus- und Weiterbildung – Grundlegende Anforderungen an Dienstleister“ ihre Entsprechung.

Diese Norm befasst sich mit den Bereichen Lerndienstleistungen und Qualitätsmanagement bei Bildungsträgern. Ein wichtiger Punkt bei den Lerndienstleistungen bezieht sich auf die Bestimmung des Lernbedarfs. Ebenso sind die Gestaltung, die Erbringung und das Monitoring von Lerndienstleistung in dieser Norm beschrieben. Ziel ist es, die Planung, Entwicklung und Durchführung von Aus- und Weiterbildungen so zu standardisieren, dass sich Bildungsangebote unterschiedlicher Bildungsträger vergleichen lassen und Vertrauen in die Befähigung des Dienstleistungsanbieters in die Entwicklung von Kompetenzen und Fähigkeiten entsteht.

Die mit dieser Norm festgelegten Anforderungen an den Bildungsträger sind hoch. Er muss nachweisen, dass er die Qualitätsanforderungen in jeder Hinsicht erfüllt und über ein entsprechendes Management verfügt. Dazu zählen alle Kompetenzbereiche, die mit der Führung eines Unternehmens zusammenhängen. Ein Finanz- und Risikomanagement muss ein Bildungsträger ebenso vorweisen können wie ein Kommunikationsmanagement nach innen und außen. Ein ganz besonderer Schwerpunkt bildet das Personalmanagement, weil die Qualifikation des Lehrpersonals über den Erfolg einer Bildungsmaßnahme maßgeblich entscheidet.

Mit der ISO 29990 haben die beteiligten Komitees und Arbeitsausschüsse ein Modell geschaffen, um die Qualität eines Bildungsangebots beurteilen zu können und international vergleichbar zu machen. Nur ein Lerndienstleister, der die geforderten Kompetenzen vorweist und über ausreichende Ressourcen verfügt, kann sicherstellen, dass sich Lernerfolge einstellen und festgelegte Lernziele erreichen lassen. Indem sich Bildungsträger nach der internationalen Norm ISO 29990 zertifizieren lassen, erbringen sie den Nachweis, dass sie die geforderten Voraussetzungen erfüllen. Für alle an Weiterbildung interessierten Personen und Organisationen ist es eine nützliche Orientierungshilfe bei der Auswahl von Weiterbildungsangeboten und Lerndienstleistern.

Fernunterrichtsanbieter, die nach ISO 29990 zertifiziert sind, können somit garantieren, dass das Lernpersonal ausreichend qualifiziert ist und sich anvisierte Lernziele per Fernunterricht sicher erreichen lassen.

 

Überblick:

Was ist ein Fernstudium?

Wer sind Fernstudierende?

Funktionsweise der Lernmethode

Zahlen und Fakten

Historischer Rückblick

Vorteile des Fernlernens

Potenzielle Nachteile

Fernlehrgang Immobilienmanagement an der DAM

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